Freitag, August 29, 2014
   
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Benutzerkontensteuerung (UAC) unter Windows 7 einstellen - Sicherheit

Artikel - Windows 7

Benutzerkontensteuerung unter Windows 7


Eine der am meisten kritisierten Funktionen von Windows Vista ist die Benutzerkontensteuerung, englisch User Account Control (UAC). Viele Vista-Nutzer bemängelten, dass sie nahezu für jede Systemfunktion und jedes Konfigurationsprogramm einen Dialog der Benutzerkontensteuerung bestätigen mussten. In Windows 7 warnt die Benutzerkontensteuerung standardmäßig nur dann, wenn Programme von Drittanbietern Systemänderungen vornehmen wollen. In Windows 7 können Sie außer Standard noch drei weitere unterschiedlich hohe Warnstufen der Benutzerkontensteuerung einstellen.
Seit Windows Vista wurden die Nutzer des Windows Betriebssystems mit einem neuen Element – der Benutzerkontensteuerung – beglückt. Als Windows Vista neu erschien, sorgte dieses Feature allerdings zunächst auch für reichlich Verdruss. So äußerte sich die Benutzerkontensteuerung in ständigen Sicherheitsabfragen. Und das längst nicht nur in rein administrativen Belangen. So ging sogar das Öffnen von Anwendungen bzw. Programmen bisweilen mit sage und schreibe drei Sicherheitsabfragen einher, durch die sich der auf diese Weise wohl gehütete Nutzer erst einmal durchklicken musste. Zu allem Überfluss hatte man als normal Sterblicher auch meist kaum einen Schimmer davon, was genau da eigentlich immer im Einzelnen abgefragt wurde. Um die Sache nicht gerade besser zu machen, drängten sich diese Abfragen meist noch relativ penetrant in den Vordergrund und wirkten dadurch oft unfreiwillig wie Warnungen. Völlig unbedarfte Nutzer dürften an dieser Stelle schon (zumindest anfangs) relativ verwirrt gewesen sein.

Eine erste Besserung erfuhr dieses Problem, als der erste Service Pack für Vista erschien. Dort wurden diese Sicherheitsabfragen auf ein erträgliches Maß (in aller Regel nur noch eine) gedrosselt. Allerdings fielen diese nach wie vor auch bei den banalsten Vorgängen an. Wer beispielsweise ein Videospiel starten wollte oder im Begriff war, ein Programm zu installieren, das er gerade erst manuell runter geladen hatte, der wurde wiederum mit einer Sicherheitsabfrage beglückt. Und das obwohl die Antwort darauf bereits im Vorfeld klar war.

Zugegeben: Es mag seit dem ersten Service Pack für Vista nur noch ein zusätzlicher Klick sein, der hier und da anfällt. Doch gerade bei Programmen, die häufig am Tag verwendet und entsprechend häufig neu geöffnet werden, ist die pauschale Sicherheitsabfrage doch ein mit der Zeit sehr nerviges Element. Dessen ist man sich glücklicherweise auch bei der Fertigung von Windows 7 bewusst geworden. So ist man dazu übergegangen, dass diese Sicherheitsabfragen nur noch dann anfallen, wenn ein Programm installiert wird oder wenn Systemeinstellungen verändert werden. Sprich: Sicherheitsabfragen fallen nur noch bei elementaren Prozessen an, die auch wenigstens wirklich sicherheitsrelevant sind, und nicht mehr bei ganz alltäglichen Anwendungen.

Sollte ein Nutzer noch derart von Windows Vista und seinen ständigen Sicherheitsabfragen in allen Lebenslagen gezeichnet sein, dass er diese unter Windows 7 nicht mehr ertragen will, dann kann er auch diese entschärften Sicherheitsabfragen des Betriebssystems verweisen. So ist es unter Windows 7 möglich, die Benutzerkontensteuerung genau zu regulieren. Dabei kann man festlegen, in welchem Umfang und unter welchen Umständen Sicherheitsabfragen auftreten. Dies lässt sich auf vier Stufen regeln.

Auf der höchsten Stufe werden Sicherheitsabfragen nur unter den zuvor genannten Bedingungen vollzogen (Installationen und Änderungen der Systemeinstellungen). Dies stellt sich dann so dar, wie man es auch unter Vista kennt. Der Hintergrund wird abgedunkelt und es erscheint die entsprechende Dialog Box, die nach sofortiger Interaktion verlangt. Bei dieser höchsten Stufe ist es unerheblich, ob diese Änderungen durch Software oder durch den Nutzer hervorrufen werden. Die entsprechende Sicherheitsabfrage findet unter beiden Umständen statt.

Auf der zweithöchsten Stufe (die in Windows 7 als Standard determiniert ist) kommt es nur noch zu Sicherheitsabfragen, wenn die genannten Änderungen durch ein Programm vorgenommen werden. Gehen diese Installationen oder Veränderungen der Systemeinstellungen direkt vom Nutzer aus, fällt keine Sicherheitsabfrage mehr an.

Auf Stufe drei der Regelung für Sicherheitsabfragen erfolgen diese unter denselben Bedingungen wie auf der zweithöchsten Stufe. Allerdings wird der Hintergrund nicht mehr abgedunkelt. Die Sicherheitsabfrage drängt sich also nicht mehr in den Vordergrund. Es muss dementsprechend keine sofortige Interaktion erfolgen.

Auf Stufe vier fallen überhaupt keine Sicherheitsabfragen mehr an – ganz gleich unter welchen Umständen.

Man sieht also, dass die Benutzerkontensteuerung unter Windows 7 weit benutzerfreundlicher gestaltet ist, als dies bei Vista der Fall war. Sie ist längst nicht mehr so umfangreich und kann auch noch bis auf Null gedrosselt werden. Natürlich fällt dadurch ein Stück der dazugewonnen Sicherheit weg. Immerhin hat die Benutzerkontensteuerung den Zweck, den Nutzer auf unerwünschte Änderungen und möglicherweise Installationen von schädlicher Software hinzuweisen und diese im Keim verhindern zu können. Jedoch ersetzt die Benutzerkontensteuerung allein eine effektive Antiviren Software ohnehin nicht. Und wer über eine solche verfügt und nur selten (und wenn dann gezielt) als Administrator agiert, der wird es sich unter diesen Bedingungen auch leisten können, die Benutzerkontensteuerung zu deaktivieren.

Wer solches tun möchte, muss sich mit administrativen Rechten einloggen, den Start-Button anklicken und in der Suchfunktion "UAC" (das englische Kürzel für Benutzerkontensteuerung) eingeben. Anschließend klickt man auf folgenden Treffer: "Einstellung der Benutzerkonten ändern". Dort muss man dann einfach den Schieberegler ganz nach unten ziehen. Dies entspricht dann der Stufe vier der Benutzerkontensteuerung. Es finden keinerlei Sicherheitsabfragen mehr statt. Wer stattdessen einen Kompromiss wählen möchte (beispielsweise Stufe drei) kann dies auch an dieser Stelle über den Schieberegler vollziehen.

Vorsichtige Naturen oder all jene, die im Umgang mit Computern und speziell dem Internet nicht besonders versiert sind, sollten die Benutzerkontensteuerung zumindest auf dem Standard (Stufe zwei) bestehen lassen. Doch allerdings entbindet das nicht von einigen Grundregeln, wenn man sicher mit dem Computer im Netz unterwegs sein will. Wenn eine Internetseite dubios erscheint, dann verzichtet man eben darauf, sich dort mal genauer umzuschauen. Und auch längst nicht jede E-Mail, die einem Wunderbares und Unverhofftes verspricht, sollte man zuversichtlicher Dinge öffnen. Grundsätzlich gilt: Wenn man schon ein flaues Gefühl dabei hat, dann klickt man eben nicht drauf. Und wenn man im Internet mal auf der Suche nach einem speziellen Programm bzw. einem Programm zu einem spezifischen Zweck ist, dann richtet man sich am besten an solch anerkannte Instanzen wie chip.de. Dann ist man auch diesbezüglich auf der sicheren Seite und läuft auch kaum Gefahr, abgezockt zu werden (was momentan ja wieder sehr in Mode zu sein scheint). Den Rest an Sicherheit bringt dann ein gutes Antiviren-Programm bzw. ein guter Virenscanner. Doch das Wichtigste ist in der Tat das Online-Verhalten!
Wenn dieses stimmt, dann wird man sich auch kaum etwas einfangen. Immerhin gab es zu Zeiten von XP noch gar keine Benutzerkontensteuerung. Und dennoch sind die PCs nicht epidemisch dahingerafft worden.

Unter den entsprechenden Gegebenheiten kann man die Benutzerkontensteuerung also getrost deaktivieren und sich den angenehmeren Features von Windows 7 zuwenden – denn da gibt es so einige.

Kommentare  

 
0 #1 -raZuuL- 2010-03-02 13:01
Sehr netter Bericht! Weiter so!
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